CO2-Kosten-Rechner für Vermieter
Berechne in 30 Sekunden, wie sich die CO2-Kosten deiner Heizung zwischen dir und deinem Mieter aufteilen. Eingabe: CO2-Ausstoss aus der Gas- oder Heizölrechnung, Wohnfläche und CO2-Preis. Der Rechner ordnet dein Gebäude in das gesetzliche 10-Stufen-Modell ein und zeigt Vermieter- und Mieteranteil in Prozent und Euro.
Deine Heizkosten-Daten
Steht auf deiner Gas- oder Heizölrechnung (§ 3 CO2KostAufG).
Beheizte Wohnfläche in Quadratmetern.
2026 liegt der gesetzliche CO2-Preis bei 60 EUR pro Tonne.
Falls die Rechnung den Euro-Betrag direkt ausweist, hier eintragen. Überschreibt die Berechnung aus Menge und Preis.
Wichtig zu wissen
- Dieser Rechner dient der Orientierung und ist keine Rechtsberatung.
- Den CO2-Ausstoss in kg findest du laut § 3 CO2KostAufG auf deiner Gas- oder Heizölrechnung. Bei Heizöl ist die Abrechnung wegen der Vorratshaltung komplexer.
- Für Gewerbe- und Nichtwohngebäude gilt pauschal eine 50/50-Aufteilung (§ 8 CO2KostAufG), nicht das Stufenmodell.
- Bei Denkmalschutz oder rechtlichen Sanierungshürden kann sich der Vermieteranteil halbieren oder ganz entfallen (§ 9 CO2KostAufG).
- Weist der Vermieter die CO2-Kosten nicht aus, darf der Mieter die Heizkosten pauschal um 3 % kürzen (§ 7 Abs. 4 CO2KostAufG).
Was ist das CO2KostAufG?
Seit 2021 zahlst du beim Heizen mit Erdgas oder Heizöl einen CO2-Preis. Bis Ende 2022 trug diese Kosten allein der Mieter. Das Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) hat das zum 1. Januar 2023 geändert: Seitdem beteiligt sich der Vermieter an den CO2-Kosten, und zwar umso stärker, je schlechter der energetische Zustand des Gebäudes ist.
Der Gedanke dahinter: Wer ein unsaniertes Haus mit hohem Verbrauch vermietet, soll einen Anreiz bekommen, energetisch zu modernisieren. Der Mieter kann am Verbrauch wenig ändern, wenn Dämmung und Heizung veraltet sind.
So funktioniert das Stufenmodell
Für Wohngebäude gilt ein 10-Stufen-Modell. Grundlage ist der spezifische CO2-Ausstoss: die im Jahr ausgestoßenen Kilogramm CO2 geteilt durch die Wohnfläche in Quadratmetern. Dieser Wert entscheidet über die Stufe und damit über die prozentuale Aufteilung.
Ein energetisch sehr guter Neubau mit weniger als 12 kg CO2 pro Quadratmeter und Jahr landet in Stufe 1: Der Mieter trägt 100 Prozent, der Vermieter nichts. Ein unsanierter Altbau mit 52 kg oder mehr landet in Stufe 10: Hier trägt der Vermieter 95 Prozent. Dazwischen steigt der Vermieteranteil in Zehn-Prozent-Schritten.
Rechne die CO2-Kosten zunächst gesamt aus (Menge mal CO2-Preis oder direkt der Betrag von der Rechnung), teile sie dann nach der Stufe auf. Den Vermieteranteil ziehst du in der Nebenkostenabrechnung von den umlagefähigen Heizkosten ab. Eine Vorlage für die gesamte Abrechnung findest du in der kostenlosen Nebenkostenabrechnung-Vorlage.
Die Nebenkostenabrechnung erledigt Halveo
Die CO2-Kosten sind nur eine Position deiner Betriebskostenabrechnung. Halveo bündelt Belege, Verbräuche und Kostenarten pro Objekt und erstellt die Nebenkostenabrechnung für deine Mieter. Den CO2-Anteil aus dem Stufenmodell trägst du dabei selbst ein - dieser Rechner liefert dir die Prozentwerte dafür.
Kostenlos testenHäufige Fragen
Was ist das CO2KostAufG?
Das Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) regelt seit dem 1. Januar 2023, wie die CO2-Kosten aus dem Brennstoffemissionshandel zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt werden. Bei Wohngebäuden greift ein 10-Stufen-Modell, bei Nichtwohngebäuden eine pauschale 50/50-Aufteilung.
Wie funktioniert das 10-Stufen-Modell?
Maßgeblich ist der spezifische CO2-Ausstoss des Gebäudes in Kilogramm pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Je schlechter der energetische Zustand (also je höher der Ausstoss), desto größer der Vermieteranteil. Er reicht von 0 % (unter 12 kg/m²) bis 95 % (ab 52 kg/m²). Ein energetisch sehr guter Bau bleibt beim Mieter, ein unsanierter Altbau belastet vor allem den Vermieter.
Woher bekomme ich den CO2-Ausstoss in Kilogramm?
Der Brennstofflieferant muss den CO2-Ausstoss laut § 3 CO2KostAufG auf der Gas- oder Heizölrechnung ausweisen, zusammen mit dem darauf entfallenden CO2-Preis. Bei Erdgas steht der Wert meist direkt auf der Jahresrechnung. Bei Heizöl ist es wegen der Vorratshaltung komplexer, weil sich Einkauf und Verbrauch nicht im selben Jahr decken müssen.
Wie hoch ist der CO2-Preis 2026?
Der gesetzliche CO2-Preis ist im Rechner mit 60 EUR pro Tonne vorbelegt. Der genaue Wert steht auf deiner Brennstoffrechnung und kann sich jährlich ändern. Du kannst ihn im Rechner anpassen oder die Gesamt-CO2-Kosten direkt aus der Rechnung eintragen.
Was gilt bei Gewerbe- und Nichtwohngebäuden?
Für Nichtwohngebäude gilt bis auf Weiteres eine pauschale Aufteilung von 50 % Vermieter und 50 % Mieter (§ 8 CO2KostAufG). Das Stufenmodell greift dort nicht. Dieser Rechner bildet das Stufenmodell für Wohngebäude ab.
Kann sich der Vermieteranteil reduzieren?
Ja. Wenn eine energetische Sanierung rechtlich eingeschränkt ist, etwa durch Denkmalschutz oder ein Verbot der Wärmeversorgung über bestimmte Leitungen, kann sich der Vermieteranteil nach § 9 CO2KostAufG halbieren oder ganz entfallen.
Was passiert, wenn der Vermieter die CO2-Kosten nicht ausweist?
Weist der Vermieter die Aufteilung nicht ordnungsgemäß in der Heizkostenabrechnung aus, darf der Mieter seinen Anteil der Heizkosten pauschal um 3 % kürzen (§ 7 Abs. 4 CO2KostAufG). Eine saubere Abrechnung ist also auch im eigenen Interesse.
Wo trage ich den CO2-Anteil in der Nebenkostenabrechnung ein?
Die CO2-Kostenaufteilung gehört in die Heiz- und Betriebskostenabrechnung. Der Vermieteranteil wird von den umlagefähigen Heizkosten abgezogen, der Mieteranteil bleibt umlagefähig. Wie die Nebenkostenabrechnung insgesamt aufgebaut ist, zeigt der Guide zur Nebenkostenabrechnung.
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Quellen
- CO2KostAufG - Gesetz zur Aufteilung der Kohlendioxidkosten
- § 3 CO2KostAufG - Angaben des Brennstofflieferanten
- § 5 CO2KostAufG - Einordnung von Wohngebäuden (Stufenmodell)
- § 7 CO2KostAufG - Aufteilung und Ausweis bei Wohngebäuden
- § 8 CO2KostAufG - Aufteilung bei Nichtwohngebäuden
- § 9 CO2KostAufG - Ausnahmen (Denkmalschutz, rechtliche Hürden)
Halveo ersetzt keine Steuerberatung oder Rechtsberatung. Dieser Rechner dient zur ersten Orientierung. Bei konkreten Entscheidungen sprich mit einem Steuerberater oder Rechtsanwalt.